LESERstimmen in den burgenländischen Bibliotheken

„LESERstimmen“ – Österreichs größte Jury wählt ihr Lieblingsbuch

Mit „LESERstimmen – Der Preis der jungen LeserInnen“ veranstaltet der Büchereiverband Österreichs (BVÖ) 2017 zum bereits fünften Mal die erfolgreiche Kampagne zur Lese- und Literaturförderung. AutorInnen und Illustratorinnen stellen 12 herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur im April und Mai in rund 200 Bibliotheken in ganz Österreich vor. Im Anschluss wählt die größte Jury des Landes ihr Lieblingsbuch. Informationen zu allen Veranstaltungen in Ihrem Bundesland finden Sie unter www.leserstimmen.at.

“Der Landesverband Bibliotheken Burgenland begrüßt es sehr, dass LESERstimmen, die große Kampagne zur Literatur- und Leseförderung des BVÖ, auch heuer wieder stattfinden wird. Alle Büchereien im Burgenland wurden eingeladen, Lesungen und Workshops in ihren Bibliotheken abzuhalten und die LESERstimmen-Bücher zu präsentieren und aktiv zu bewerben. Wir begrüßen dieses große Leseförderprogramm, da es Kindern Literatur auf neue Art und Weise zugänglich macht“, betont Ursula Tichy vom Landesverband Bibliotheken Burgenland. „Begegnungen mit AutorInnen und IllustratorInnen sind für viele Kinder und Schulkinder besondere Erlebnisse, an die sie sich noch lange erinnern werden. Darüber hinaus werden Kinder nach ihrer Meinung zu den gelesenen Bilder- und Kinderbüchern gefragt und können den Gewinner/die Gewinnerin selbst mitbestimmen. LESERstimmen ermöglicht einen engeren persönlichen Kontakt zwischen LeserInnen, BibliothekarInnen und BüchermacherInnen, der in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist.”

Im Rahmen von Lesungen, Workshops und Gesprächen geben in diesem Jahr Helga Bansch, Kirstin Breitenfellner, Sigrid Eyb-Green, Verena Hochleitner, Michaela Holzinger, Heinz Janisch, Rachel van Kooij, Irmgard Kramer, Jutta Treiber, Julya Rabinowich, Kathrin Steinberger, Elisabeth Steinkellner und die Illustratorinnen Birgitta Heiskel, Nanna Prieler und Michaela Weiss Einblicke in die Vielfalt der österreichischen Kinder- und Jugendbuchszene, von Lyrik bis Prosa – spannungsgeladen, humorvoll und tiefgründig. Per Stimmkarte beziehungsweise Online-Voting (ab 1. April) können LeserInnen und BesucherInnen der Veranstaltungen im Alter zwischen 3 und 20 Jahren ihr Lieblingsbuch wählen: Der Autor bzw. die Autorin des Buches, welches die meisten Stimmen erhält, wird mit dem mit 5.000,– Euro dotierten Preis „LESERstimmen – Der Preis der jungen LeserInnen” ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet Anfang Juni im Theatermuseum in Wien statt. Auch für die teilnehmenden LeserInnen und Bibliotheken gibt es tolle Preise zu gewinnen.

Leseförderung als zeitgemäße Literaturvermittlung

„Eines der wirkungsvollsten und nachhaltigsten Angebote zur Unterstützung von Lesekompetenz sind literarische Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, die wir in Zukunft noch mehr als bisher fördern werden“, zeigt sich Markus Feigl, Geschäftsführer des BVÖ, überzeugt. „Kampagnen wie LESERstimmen richten sich direkt an die Zielgruppe: Das Schöne an diesem Preis ist, dass Kinder und Jugendliche nach den Veranstaltungen ihr Lieblingsbuch wählen und damit selbst bestimmen, welcher Autor/welche Autorin gewinnt. Das Zielpublikum miteinzubeziehen ist ein wesentlicher Aspekt, damit Leseförderung gelingt.“

Auch Karin Haller, Leiterin des Instituts für Jugendliteratur, unterstreicht die Bedeutung von Kampagnen wie LESERstimmen. „Lesekompetenz ist Voraussetzung für die Teilhabe an Informationen, Wissen und Bildung. Doch sie ist mehr als das. Als Zugang zu Geschichten und imaginierten Welten eröffnet sie andere Blickrichtungen, fördert Fantasie, Kommunikationsfähigkeit und Sozialkompetenz“, so die Expertin, die auch Mitglied der LESERstimmen-Vorjury war. „Multimediale Umsetzungen und kreative Auseinandersetzungen mit Büchern gehören genauso zu zeitgemäßer Literaturvermittlung wie Lesungen, bei denen nur der Autor, die Autorin mit seiner/ihrer Stimme agiert. Wo das Kind aber auch die Möglichkeit hat, sich über das Gehörte zu unterhalten, Fragen zu stellen, nicht nur zum Text.“

Die Nominierten: Von AußenseiterInnen, fliegenden Wörtern und (besten) Freundschaften

Im Rahmen der Veranstaltungen der LESERstimmen präsentieren Jutta Treiber und die Illustratorin Nanna Prieler in „Die Wörter fliegen“ (Nilpferd im G&G Verlag, ab 3 Jahren) den jüngsten LiteraturfreundInnen eine Geschichte über das Größerwerden und den unermesslichen Schatz an Wörtern, den dies mit sich bringt. In Helga Banschs „Die Rabenrosa“ (Jungbrunnen, ab 3 Jahren) entdeckt ein Mädchen, dass sie eigentlich ganz anders ist, als alle anderen. „Der verliebte Koch“ in Verena Hochleitners gleichnamigen Buch (Luftschacht, ab 4 Jahren) löst in einer ganzen Stadt einen richtigen Liebestaumel aus und Heinz Janisch und Birgitta Heiskel (Illustration) zeigen in „Der rote Mantel“ (Tyrolia, ab 4 Jahren), dass auch nach 1.700 Jahren die Botschaft des heiligen Martin aktueller denn je ist.

Junge ErstleserInnen führt das gereimte Bilderbuch „Die Sonnenschaukel“ (Jungbrunnen, ab 6 Jahren) von Sigrid Eyb-Green durch die Jahreszeiten. Wie sich die Ferien mit lustigen und verrückten Ideen verbringen lassen, schildert Michaela Holzinger in ihrer Geschichte „Krimskrams im Kopf“ (Obelisk, ab 9 Jahren). Zwei der nominierten Bücher handeln von Freundschaft: In Rachel van Kooijs „Beim Kopf des weißen Huhns“ (Jungbrunnen, ab 9 Jahren) begeben sich zwei beste FreundInnen auf die Spurensuche nach einem geheimnisvollen Hühnermord. Kirstin Breitenfellner erzählt in „Lisa & Lila dürfen bleiben“ (Picus, ab 7 Jahren) von Freundschaft, Mutproben und von Wünschen, die sich erfüllen können, wenn man selbst die Initiative ergreift.

Einblicke in die Welt zwischen Kindheit und Erwachsensein geben die ausgewählten Werke für LeserInnen ab 12 Jahren: Zu erleben ist Irmgard Kramer mit „Am Ende der Welt traf ich Noah“ (Loewe, ab 12 Jahren), einer Liebesgeschichte zwischen Sein und Schein ebenso wie Kathrin Steinberger, die für ihren Roman „Manchmal dreht das Leben einfach um“ (Jungbrunnen, ab 14 Jahren) über eine junge Außenseiterin mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016 ausgezeichnet wurde. Julya Rabinowich liest aus „Dazwischen: Ich“ (Carl Hanser Verlag, ab 14 Jahren), eine aktuelle wie bewegende Geschichte über Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden in Zeiten von Krieg und Verfolgung. Elisabeth Steinkellner und Michaela Weiss (Illustration) widmen ihre Sammlung „die Nacht, der Falter und ich“ (Tyrolia, ab 13 Jahren) aus Kurzgeschichten und Gedichten dem intensiven wie spannenden Weg des Erwachsenwerdens.

„Die Auswahl der Bücher für die Aktion LESERstimmen zeigt, dass Literatur erst dort spannend wird, wo sie das Terrain des Gewohnten und Gewöhnlichen verlässt und LeserInnen auffordert, mit Büchern ganz neue Erfahrungsbereiche zu erkunden“, betont Heidi Lexe, Leiterin der Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur (STUBE) und Mitglied der Vorjury. „Sie zeigt, dass die Qualität von Literatur nicht nur von jenen Themen bestimmt wird, die sie aufgreift, sondern vor allem durch die Art, wie Geschichten erzählt werden. Überraschende Wendungen, Beschleunigungen und Verlangsamungen oder gar popmusikalische Einschreibungen spielen dabei in den ausgewählten Büchern eine ebenso wichtige Rolle wie der Versuch eines kindlichen oder jugendlichen Ich, durch Sprache überhaupt erst zu sich selbst zu finden. Durch das Erzählen den Platz im eigenen Leben zu finden.“

Bibliotheken: die literarischen Nahversorger

„Der Büchereiverband Österreichs mit seinen 1.400 Öffentlichen Bibliotheken und über 10 Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich versteht sich seit vielen Jahren als zentraler literarischer Nahversorger des Landes. Kampagnen wie LESERstimmen sollen aber nicht nur die tägliche Vermittlungstätigkeit unserer Bibliothekarinnen und Bibliothekare unterstützen, sondern vor allem auch ihre Leistungen sichtbar machen“, betont Markus Feigl. „Wir möchten Lust aufs Lesen machen, umso mehr freut es uns, dass unsere Leseförderprogramme so gut angenommen werden. Davon zeugen die jährlich rund 13.500 jungen LeserInnen, die bei LESERstimmen über ihr Lieblingsbuch abstimmen – und damit zur größten Literatur-Jury Österreichs zählen!“ Die Bibliotheken werden in ihrer Arbeit durch die Veranstaltungsförderung des BVÖ aus Mitteln des Bundeskanzleramtes Österreich unterstützt, im Rahmen derer vergünstigte Lesungen bezogen werden können.

LESERstimmen – Auswahl

Die Vorjury – ein Beirat mit VertreterInnen von Literaturvermittlungs- und -förderungsinstitutionen, des Bibliothekswesens und KulturjournalistInnen – nominierte Werke von AutorInnen und Illustratorinnen, die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben. Nicht zuletzt ist es Ziel der vom Bundeskanzleramt Österreich finanzierten Aktion, Verlage und Buchhandlungen und die in Österreich lebenden Kinder- und JugendbuchautorInnen zu fördern, denn gute Rahmenbedingungen ermöglichen auch in Zukunft die Produktion von anregenden und interessanten Büchern.

Vorjury

Veronika Freytag (Büchereien Wien), Karin Ganahl-Gassner (Walserbibliothek St. Gerold), Karin Haller (Institut für Jugendliteratur), Sonja Jakobi (BuchZeit), Heidi Lexe (Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur), Helga Simmerl (Bundeszentrum literacy:ahs), Fausta Veigl-Nungesser (Stadtbibliothek Graz) und Heinz Wagner (Kinderkurier)

Nähere Informationen zu allen AutorInnen und den ausgewählten Werken sowie Bildmaterial und Termine zu allen Veranstaltungen finden Sie unter www.leserstimmen.at.

 

Termine:

  • LESERstimmen: April und Mai
  • Andersentag – Internationaler Kinder- und Jugendbuchtag: 2. April
  • Welttag des Buches: 23. April
  • Gala und Preisverleihung „LESERstimmen – Der Preis der jungen LeserInnen”: 9. Juni, 17.00 Uhr, Theatermuseum, Lobkowitzpl. 2, 1010 Wien (nur mit Einladung)

Termine für Lesungen und Workshops im Burgenland:

Stimmabgabe in allen teilnehmenden Bibliotheken.  Fragen Sie in Ihrer Bücherei!

Alle Termine finden Sie laufend aktualisiert unter www.leserstimmen.at/termine

 

Rückfragehinweis:

presse | LESERstimmen 2017
Der Preis der jungen LeserInnen
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